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Angesichts der Coronavirus-Krise unterstützt der schleswig-holsteinische Europaabgeordnete Niclas Herbst (CDU) Forderungen zur Stärkung der europäischen Seuchenbehörde ECDC:

„Die europäische Seuchenbehörde ECDC ist zu klein um Epidemien, wie der aktuellen, ausreichend begegnen zu können. Um handlungsfähig zu sein, braucht die ECDC ein angemessenes Budget und mehr Kompetenzen. Ich fordere eine angemessene zentrale europäische Einrichtung zur Erkennung, Verhütung und Bekämpfung von Krankheiten, insbesondere von Infektionskrankheiten.
Derzeit mangelt es erkennbar an gemeinsamen europäischen wissenschaftlichen Erkenntnissen das Coronavirus betreffend. Sie wären die Basis für gesundheitspolitische Entscheidungen. Dies wird in dieser Zeit der Krise mehr als deutlich und führt zu einem uneinheitlichen und unkoordinierten Vorgehen der Mitgliedstaaten und geht auf Kosten der Gesundheit der Bevölkerung.“
Der aktuelle Verhandlungsstand beim Mehrjahresfinanzrahmen laufe seinen Forderungen zuwider, so Herbst: „Die Vorlage zum nächsten EU-Mehrjahresfinanzrahnen des Europäischen Ratspräsidenten Michel sieht sogar millionenschwere Kürzungen vor, die auch die europäische Seuchenbehörde ECDC betreffen können. Etwas mehr Ehrlichkeit und Realismus in Bezug auf den wirklichen Mittelbedarf der EU stünde den Mitgliedstaaten gut zu Gesicht.“

Hintergrund
Niclas Herbst ist neben seiner Funktion als Vizevorsitzender des Haushaltsausschusses im Europäischen Parlament auch haushaltspolitischer Sprecher der CDU/CSU Delegation und ständiger Berichterstatter für alle EU-Agenturen im Haushaltsausschuss.
Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC, englisch European Centre for Disease Prevention and Control) ist eine Agentur der Europäischen Union. Sie soll infektiöse Krankheiten bekämpfen.

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